Dienstag, 24. April 2012

roh-vegane Ernährung = teuer?


Unsere kleine Weizengraszucht ;)
Aber auf der Fensterbank reicht es auch aus!

Nicht für alle spielt das Finanzielle eine Rolle bei der Ernährung, aber als Student oder auch mit einer Familie muss man definitiv ein bisschen haushalten.

Vor allem zu Anfang der Rohkostkarriere wird man überflutet mit allen möglichen Gourmetprodukten, Imitationen, Gerätschaften usw.
Wenn man sich aber Schritt für Schritt an die Sache herantastet, kann man äusserst sparsam sehr gut "rohköstlich" leben.

Im Grunde braucht es nur ein einziges Gerät, nämlich den Mixer. Dieser ist in vielerlei Hinsicht sehr hilfreich (Smoothies, grüne Smoothies, Suppen, Soßen, Pasten, Aufstriche, Pudding, Eis,...) Allerdings muss es kein Vitamix sein, es reicht auch ein kleiner Mixer vollkommen aus. Wir haben am Anfang für fast ein halbes Jahr mit einem Stabmixer herumgedoktort ;) Die Erleichterung kam dann in Form eines Mixers von Ebay für 199,-€. 
Man merkt mit der Zeit, dass man nur ein sehr kleines (aber effektives) Sortiment an Küchen"helfern" benötigt. Pfannen, Töpfe, Herd, Ofen, ect. fallen komplett weg.

Vor allem saisonal kaufen macht sich finanziell wirklich bemerkbar. Momentan zum Beispiel gibt es Blumenkohl sehr günstig und deshalb auch öfter als einmal die Woche zu Essen. Der Vergleich ist wichtig, Biobananen bei Rewe kosten genau so viel wie die Konventionellen. Bei Möhren und Äpfeln schlägt der Bioaufpreis praktisch kaum zu Buche.
Teilweise gibt es in einigen Bioläden auch Ecken mit reduzierter Ware. Dort findet man zum Beispiel sehr reife Bananen, Äpfel mit Druckstellen, usw. 
Oft kann man sich dort sein Grünzeug von Karotten und Kohlrabi beschaffen, einfach nur nach Hasenfutter fragen ;) 
Es lohnt sich auch im Bioladen einmal nachzufragen, ob man bei größerer Abnahme einen günstigeren Preis bekommt. 
Teure Superfoods (z.B. Maca, Kakao, Lucuma, Mesquite) sind nicht zwingend notwendig und können gut durch selbst gesammelte Wildkräuter ersetzt werden.

Bei Nüssen und Saaten kann durch Ausprobieren (ankeimen) oder durch Nachfragen im Bioladen oder direkt beim Hersteller die Rohkostqualität herausgefunden werden.
Auch wir wissen leider noch nicht bei all unseren Produkten ,die wir verzehren, ob diese zu 100% roh sind.
An der Ostseeküste in Boltenhagen
In Zeiten steigender Energiepreise macht sich das Abschalten des Herdes/ Ofens z.B. auch positiv bemerkbar.
Im Sommer eignet sich die Sonne auch sehr gut zum Trocknen von diversen Dingen, wie Obst, Rohkostbrot, Nüssen etc.
Des Weiteren braucht man für den Abwasch so gut wie kein heißes Wasser und Spülmittel mehr, da die Rohkost viel leichter zu entfernen ist :)

Einen wichtigen Punkt, den man nicht vergessen darf, sind die "Gesundheitskosten".
Arztbesuche, Kosten für Medikamente (vom Hustensaft bis zum Cholesterinsenker), usw. werden durch diese Ernährungsform auf ein Minimum reduziert. 
Man merkt, dass man als Rohköstler viel weniger Kosmetik benötigt. Der natürliche Sonneschutz steigt, somit kann man fast vollständig auf Sonnencreme verzichten. 
Deo´s, Hautpflegemittel und Parfüm´s sind so gut wie unnötig. 

M + M



Alles Liebe aus dem hohen Norden,
Martin und Miriam

Kommentare:

  1. Hallo,

    da stimm ich euch definitiv zu!

    bis auf "somit kann man FAST vollständig auf Sonnencreme verzichten"
    nicht fast, sondern komplett ;)

    Liebste Grüße
    Frau Hase

    AntwortenLöschen
  2. hallo,

    ich stimme euch in vielem zu.
    nur: man BRAUCHT eigentlich überhaupt kein küchengerät, auch keinen mixer.
    wildkräuter sind kein ersatz für die sogenannten superfoods (die ihr definitiv nicht braucht) sondern viel wertvoller!
    auf sonnencreme & jegliche andere kosmetik verzichte ich lieber komplett (schmier dir nix auf die haut, was du nicht auch essen würdest!)

    sonnigen gruß

    silke

    AntwortenLöschen